Brandschutz
Vorbeugender Brandschutz im Haushalt – die häufigsten Brandursachen vermeiden.
Die meisten Wohnungsbrände lassen sich durch einfache Vorsicht vermeiden. Mit ein paar Gewohnheiten senken Sie das Risiko deutlich.
Die häufigsten Brandursachen
- Elektrizität: überlastete Mehrfachsteckdosen, defekte Kabel und Ladegeräte.
- Küche: unbeaufsichtigtes Kochen, überhitztes Fett.
- Offenes Feuer: Kerzen, besonders in der Advents- und Weihnachtszeit.
- Rauchen: glimmende Zigaretten.
- Akkus: beschädigte oder minderwertige Lithium-Ionen-Akkus.
So beugen Sie vor
- Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt und stellen Sie sie auf feuerfeste Unterlagen, fern von Vorhängen und Tannengrün.
- Schalten Sie Elektrogeräte nach Gebrauch ganz aus; nutzen Sie keine beschädigten Kabel und keine zusammengesteckten Mehrfachsteckdosen.
- Bleiben Sie beim Kochen in der Küche, besonders beim Frittieren.
- Laden Sie Akkus (E‑Bike, Pedelec, Handy, Werkzeug) nur unter Aufsicht, auf nicht brennbarer Unterlage und nicht über Nacht im Fluchtweg.
- Halten Sie Flucht- und Rettungswege (Treppenhaus!) frei.
Fettbrand – niemals mit Wasser löschen!
Brennendes Fett darf auf keinen Fall mit Wasser gelöscht werden – es kommt zu einer schlagartigen Fettexplosion (Stichflamme). Stattdessen:
- Herd ausschalten.
- Topf mit einem Deckel abdecken, um die Flamme zu ersticken.
- Bei Unsicherheit die Wohnung verlassen und 112 rufen.
Tipp: Ein kleiner Feuerlöscher (für den Haushalt geeignet: Schaum oder ABF für Fettbrände) und eine Löschdecke in der Küche schaffen Sicherheit – aber nur einsetzen, solange keine Eigengefährdung besteht.
Im Ernstfall
Bringen Sie zuerst sich und andere in Sicherheit, schließen Sie die Tür zum Brandraum und alarmieren Sie die Feuerwehr über 112. Eigene Löschversuche nur bei Entstehungsbränden und ohne Risiko.
Bildnachweis: Illustration „ISF-Projekt Warnung der Bevölkerung." (BBK).