Brandschutzerziehung & -aufklärung
Brandschutzerziehung für Kinder und Brandschutzaufklärung für Erwachsene – Angebote der Feuerwehren Oberursel.
Wer früh lernt, wie Feuer entsteht, wie man es vermeidet und was im Brandfall zu tun ist, reagiert im Ernstfall richtig. Deshalb gehört Brandschutzerziehung (für Kinder) und Brandschutzaufklärung (für Jugendliche und Erwachsene) zu den wichtigen Aufgaben der Feuerwehr – vorbeugen, bevor etwas passiert.
Warum Brandschutzerziehung?
Kinder sind von Feuer fasziniert – das ist normal. Entscheidend ist, dass sie den richtigen Umgang mit dieser Faszination lernen, statt heimlich zu experimentieren. Brandschutzerziehung nimmt die Angst, vermittelt Respekt vor dem Feuer und gibt klare Handlungsregeln. Studien und Erfahrung zeigen: Kinder, die es gelernt haben, setzen im Notfall den Notruf ab und bringen sich in Sicherheit.
Für wen?
- Kindergarten und Kita – spielerisch, mit Bilderbüchern und dem Besuch eines Feuerwehrmanns/einer Feuerwehrfrau.
- Grundschule – Projekttage, Notruf üben, Verhalten im Brandfall.
- Weiterführende Schulen – Brandgefahren im Alltag, Zivilcourage, erste Technik.
- Seniorinnen und Senioren – Brandgefahren im Haushalt, Rauchmelder, Flucht mit eingeschränkter Mobilität.
- Menschen mit Behinderung – angepasste Inhalte, z. B. Rauchmelder mit Blitz/Rüttelkissen.
Was Kinder bei uns lernen
- „Gutes” und „böses” Feuer unterscheiden – Kerze und Lagerfeuer vs. unkontrollierter Brand.
- Der Notruf 112 – wann anrufen und die fünf W (siehe Verhalten im Notfall). Wir üben das gemeinsam.
- Verhalten im Brandfall: Raum verlassen, Tür schließen, Eltern/Nachbarn warnen, raus ins Freie, niemals verstecken.
- Rauch ist die größte Gefahr – tief halten, da unten ist die Atemluft besser.
- Brennende Kleidung: Stehenbleiben – Hinlegen – Rollen (Flammen ersticken), Hilfe holen.
- Was tun, was lassen: keine Versteckspiele mit Streichhölzern/Feuerzeug; im Zweifel Erwachsene holen.
- Die Feuerwehr ist ein Freund – wie eine Einsatzkraft in voller Ausrüstung aussieht und klingt (damit sich Kinder im Ernstfall nicht vor ihr verstecken).
Wichtig für Eltern: Bewahren Sie Streichhölzer und Feuerzeuge außerhalb der Reichweite von Kindern auf und sprechen Sie offen über Feuer – Verbote allein wecken oft erst die Neugier.
Was Erwachsene und Senioren lernen
- Die häufigsten Brandursachen im Haushalt und wie man sie vermeidet (siehe Brandschutz).
- Rauchmelder richtig einsetzen und warten (siehe Rauchmelder).
- Fettbrand niemals mit Wasser löschen – Deckel statt Wasser.
- Fluchtwege kennen und frei halten; ein Fluchtplan für die Wohnung.
- Umgang mit einem Feuerlöscher und einer Löschdecke.
Unsere Formate
- Besuch im Feuerwehrhaus – Fahrzeuge, Ausrüstung und die Feuerwehr zum Anfassen.
- Besuch in Kita/Schule – altersgerechte Einheiten vor Ort.
- Projekttage und Aktionswochen – z. B. rund um den Tag der offenen Tür.
- Vorträge für Vereine, Senioren- und Elterngruppen.
Termin vereinbaren
Brandschutzerziehung und -aufklärung sind kostenlos. Einrichtungen, Schulen, Vereine und Gruppen vereinbaren einen Termin über die zentrale Kontaktseite. Bitte nennen Sie Gruppe, Alter, Teilnehmerzahl und Wunschtermin, damit wir das passende Format vorbereiten können.
Kein Notrufkanal: Terminanfragen sind keine Notfälle. Bei Gefahr immer sofort den Notruf 112 wählen.
Bildnachweis: Illustration „Quelle: ISF-Projekt Warnung der Bevölkerung" (BBK).